François de la Rouchefoucauld: Maximen und Reflexionen (1665)
Version vom 10.2.2015
„27. Man prahlt oft mit Leidenschaften, selbst mit verbrecherischen; aber der Neid ist eine scheue und verschämte Leidenschaft, die man nie einzugestehen wagt.
28. Die Eifersucht ist in einem gewissen Sinne berechtigt und vernünftig, weil sie danach strebt, uns ein Gut zu bewahren, das uns wirklich oder unserer Meinung nach gehört; aber der Neid ist eine Leidenschaft, die das Gut anderer nicht ertragen kann.“