Wie Altona zu seinem Namen kam

Eine populäre aber weitgehend erfundene Legende erzählt, die in der westlichen Nachbarschaft gegründete Stadt sei Hamburgs Bürgern allzu nah – oder im damals noch dominierenden Niederdeutschen all to na – gewesen, woraus der Name Altona entstanden sei. Aber verdankt Altona seinen Namen nicht vielmehr dem Flüsschen Altena, das dort einst in die Elbe mündete? Die Geschichte war etwas komplizierter, und selbst die Legende hat einen wahren Kern.

Lögenhaft to vertellen

Wer in ein Buch mit hamburgischen Sagen und Legenden schaut, findet darin unweigerlich auch eine Erklärung, wie die einst eigenständige Stadt Altona entstanden und wie sie zu ihrem Namen gekommen sei. Es gibt verschiedene Versionen dieser Legende, aber die bekannteste ist vermutlich diese:

Auf dem Hügel, wo jetzt Altona steht, standen vor einigen hundert Jahren nur wenige elende Fischerhütten. Da wetteten zu einer Zeit die reichen Hamburger miteinander, sie könnten, wenn sie nur wollten, mit ihrem Gelde noch eine solche Stadt erbauen wie Hamburg. Gesagt, getan. Um nun zu erfahren, wo das erste Haus gebaut werden sollte, band man einem Waisenknaben die Augen zu, damit er nicht sehen könnte, und ließ ihn gehen, wo er aber zuerst niederfiele, sollte die Stadt stehen. Der Knabe ging fort, kam bald von dem Hamburger Gebiet auf holsteinischen Grund und Boden, und wie er nun an jenen Hügel kam, stieß er an und fiel nieder. Da riefen die Hamburger: „Dat ist ja all to na!“ Aber sie hielten doch Wort, die Stadt ward dahin gebaut und bekam den Namen Altona.

(Karl Müllenhoff: „Sagen, Märchen und Lieder der Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg“, Kiel 1845, Seite 92)

Das klingt lögenhaft to vertellen, wie der Hamburger sagt, und tatsächlich ist an dieser Geschichte auch fast gar nichts wahr. Dass reiche Hamburger eine Stadt gründen wollten, die ihrer eigenen Stadt Konkurrenz macht, erscheint wenig plausibel. Wie auch die Überraschung, dass der Waisenjunge „schon“ nach gut einem Kilometer über Stock und Stein stolpert. Verdächtig ist zudem, dass nicht erwähnt wird, wann sich dieses bemerkenswerte Ereignis zugetragen haben sollte, und auch die Namen der Beteiligten ungenannt bleiben. Vor allem: An der Gründung Altonas waren nicht nur keine Hamburger beteiligt, sie folgte auch keinem Plan – es gab überhaupt keinen Gründungsakt. Anders als etwa beim 1617 vom dänischen König Christian IV. gegründete Glückstadt, das ausdrücklich Hamburg Konkurrenz machen sollte: „Dat schall glücken und dat mutt glücken, und denn schall se ok Glückstadt heten“. Bekanntlich glückte es nicht.

Wo alles anfing

Die Anfänge Altonas waren unspektakulär; niemand hätte geahnt, dass daraus einmal eine Großstadt entstehen würde, zeitweise die zweitgrößte dänische Stadt nach Kopenhagen. Ihre Geschichte begann im 16. Jahrhundert, an der Stelle, wo das Flüsschen Altena (oder Altenau) in die Elbe mündete, und wo sich heute der Fischmarkt befindet. Den in der Legende erwähnten Hügel gibt es nicht; ganz im Gegenteil gehört der niedrig gelegene Fischmarkt noch heute zum ungeschützten Überflutungsgebiet. Die angrenzenden Gebäude haben deshalb wasserdicht schließende Türen; nur bei der Fischauktionshalle lässt man das Hochwasser der Elbe hinein und bei ablaufendem Wasser wieder hinaus laufen.

Die Keimzelle Altonas, dort, wo die Altena in die Elbe mündet. Der „erste Altonaer“ Joachim von Lohe, der hier 1536 eine Schankwirtschaft eröffnete, kam von der nahe gelegenen Elbinsel Grevenhoff. (Auf dieser Karte von 1632 ist Süden oben; dargestellt ist also das nördliche Elbufer.)

Die Altena ist längst verschwunden und überbaut, aber ihre Mündung muss ziemlich genau dort gelegen haben, wo jetzt die Madonna der Seefahrt auf der vor dem Fischmarkt endenden Flutschutzmauer steht. Nur der Straßenname Pepermölenbek erinnert noch daran, dass es hier einmal einen Bachlauf gab.

Man muss zugeben, dass dieser Platz tatsächlich sehr nah bei Hamburg lag – fast in Sichtweite des Millerntors, wenn man sich einmal die heutige Bebauung wegdenkt. Wer käme auf die Idee, dort eine Stadt zu gründen? Aber das war ja auch nie die Idee; die Entwicklung Altonas ergab sich vielmehr aus den jeweiligen Umständen.

Wie die Keimzelle Altonas, heute der Fischmarkt, jetzt aussieht – die Mündung der inzwischen überbauten Altena lag nahe dem rechten Bildrand.

Im Mittelalter trug dieser Ort den Namen Herwardeshude, also Anlegestelle des Herward, welcher Herward auch immer das gewesen sein mag. Ende des 13. Jahrhunderts verschwand dieser Name jedoch und ist in späteren Karten nicht mehr verzeichnet, um an ganz anderer Stelle wieder aufzutauchen. Verantwortlich dafür waren Nonnen des Zisterzienserordens.

Jungfrauen an Elbe und Alster

1246 hatte Gräfin Heilwig von der Lippe ein Zisterzienserinnenkloster in Herwardeshude gegründet, das aber schon 1295 von der Elbe an die Alster verlegt wurde. Es trug nun offiziell den Namen In valle virginum, also Im Tal der Jungfrauen, aber der alte Name Herwardeshude blieb haften und wurde allgemein auch für den neuen Standort gebraucht. Mit der Zeit wandelte er sich in das uns vertraute Harvestehude – wohl eine scherzhafte Volksetymologie, denn auf der gegenüberliegenden Seite der Alster lag Winterhude (der Platz, an dem die Alsterschiffer ihre Boote auf dem Trockenen überwintern ließen), und Harvestehude ist niederdeutsch für „Herbsthude“.

An das mittelalterliche Kloster erinnern heute nur noch Harvestehuder Straßennamen wie Abteistraße, Heilwigstraße, Jungfrauenthal, Klostergarten, Klosterstern und Nonnenstieg. Auch der Innocentiapark lässt an die Zisterzienserinnen denken, wurde jedoch erst im 19. Jahrhundert angelegt und nach Papst Innozenz IV. benannt, der einst Heilwigs Klostergründung seinen Segen gegeben hatte. Doch warum hat der Namenspate dazu eine Transition zur Innocentia durchgemacht?

Billiges Bier

Wie auch immer: Der Flecken an der Mündung der Altena hatte damit seinen ursprünglichen Namen verloren. In das Spotlight der Geschichte geriet er ohnehin erst wieder im Jahre 1536, mehr als zwei Jahrhunderte später. Damals wollte der Fischer und Landwirt Joachim von Lohe von der gegenüber liegenden Elbinsel Grevenhoff dort eine Krugwirtschaft errichten, was ihm Graf Ernst von Holstein-Pinneberg ebenso erlaubte wie die eigene Herstellung des dort auszuschenkenden Rotbiers. Der Krug, nach dem nahe gelegenen Bach Altena genannt, wurde schnell populär, und in der Umgebung siedelten sich bald weitere Fischer und Landwirte an. Auch Joachim von Lohe selbst ging wohl im Nebenerwerb weiter dem Fischfang nach, denn seinem ältesten Sohn Hans vererbte er später seine Fischereigeräte, während der zweite Sohn Jürgen den Krug erhielt. Jürgens Erbe als Gastwirt trat in dritter Generation dessen Neffe Peter an.

1602 schrieb Peter von Lohe die Geschichte des Krugs auf, und ihm, dem Enkel des „ersten Altonaers“, verdanken wir die einzige halbwegs plausible Version einer Legende, die Altona in Verbindung mit all to na bringt. Die Krugwirtschaft an der Altena war den Hamburger Ratsherrn tatsächlich ein Dorn im Auge gewesen, denn sie schmälerte die Einnahmen der Stadt. Erst im Jahr zuvor hatte Hamburg die auf den Bierausschank erhobenen Steuern erhöht, aber nun konnte ein ebenso durstiger wie sparsamer Hamburger die Stadt durch das Millerntor verlassen, um nach einer Viertelstunde Fußweg in einer Wirtschaft mit abgabenfreiem Bier einzukehren. Diesen ganz legalen Steuertrick hätte der Rat gerne unterbunden, und die Ratsherren Vincent Möller und Johann Rodenburg beschwerten sich darüber beim Vogt von Ottensen. Bei einem Ortstermin der streitenden Parteien im Krug soll dann das Satz gefallen sein, dieser läge all to na.

Konkret beriefen sich die Ratsherrn auf den Barbarossabrief, angeblich von 1189, der Hamburg umfangreiche Rechte einräumte. Wie man heute weiß, war das eine erst nach dem Tod Kaiser Barbarossas entstandene Fälschung, die aber damals geltendes Recht setzte, und der Barbarossabrief bestimmte, „dass niemand irgendeine Burg bei ihrer Stadt bauen darf im Umkreis von zwei Meilen“ (etwa 15 Kilometer). Doch war eine Gastwirtschaft mit einer Burg gleichzusetzen? Hans Barner, der Drost von Pinneberg, machte dem Missbrauch des Rechts ein Ende und teilte den Hamburgern mit, Graf Ernst könne auf seinem Land so viele Häuser bauen lassen, wie er wolle. Joachim von Lohe hätte dem Krug daraufhin, den Hamburgern zum Spott, den Namen Altona gegeben – so der Bericht des Enkels.

Ein folgenreiches Wortspiel

Diese Version der Geschichte erscheint sehr viel plausibler als die verbreitete Legende. Peter von Lohe wird nicht aus eigenem Erleben berichtet haben; sein Geburtsdatum ist zwar nicht genau bekannt, aber zum Zeitpunkt des Ortstermins dürfte er noch ein Kind oder noch gar nicht geboren gewesen sein. Da ihm sein Großvater oder sein Onkel aber davon berichtet haben werden, kann seine Darstellung einige Glaubwürdigkeit beanspruchen. Trotzdem sind Zweifel angebracht, denn die Gastwirtschaft hatte ja schon vorher einen Namen – eben Altena. Wahrscheinlich war es so gewesen, dass sich einer der Ratsherrn vom Wirtshausschild zu einem Wortspiel inspirieren lassen und den Namen Altena scherzhaft als all to na umgedeutet hatte. Joachim von Lohe wird den Scherz nur allzu bereitwillig aufgegriffen haben, denn durch den Austausch eines Buchstabens konnte er den Ratsherren ständig unter die Nase reiben, dass ihn das mächtige Hamburg nicht am Verkauf steuerfreien Biers zu hindern vermocht hatte.

Kleiner Grenzverkehr

Die Hamburger Ratsherren trieb nicht die Furcht um, vor den Toren Hamburgs könne eine rivalisierende Stadt gegründet werden. Dass es so kommen würde, hätte ihre Fantasie überstiegen. Ihnen ging es um die Steuereinnahmen, die Hamburg durch den kleinen Grenzverkehr entgingen, und allein darüber entbrannte der Streit, den sie dann unnötig eskalieren ließen. Entsprechendes galt für die gegnerische Partei, denn Joachim von Lohe hatte keine hochfliegenden Pläne, eine neue Stadt zu gründen; er wollte sich mit dem Bierausschank nur eine weitere Erwerbsquelle neben der Fischerei erschließen.

Die Namensvariante Altena war noch 1689 in Gebrauch.

So erhielten die Krugwirtschaft und schließlich die Siedlung, die um sie herum entstand, den Namen Altona. Aber auch auf Karten von 1665 und 1689 ist vereinzelt von Altenau beziehungsweise Altena die Rede; diese Varianten scheinen längere Zeit alternativ zu Altona genutzt worden zu sein. Das spricht dafür, dass der eigentliche Ursprung des Namens damals noch vielen bewusst war.

Den Bach ’runter

Was aber wurde aus dem Flüsschen Altena, das man im heutigen Stadtbild nicht mehr findet? Während die Siedlung den Namen Altena/Altenau/Altona erbte und als Altona 1664 das dänische Stadtrecht erhielt, wurde das namensgebende Gewässer bald nur noch als Bach oder Grenzgraben bezeichnet, den eine Bachstraße säumte, und am Ende zugeschüttet. Seltsamerweise wurde die Bachstraße 1948 umgetauft – vielleicht weil es auch in Barmbek-Süd eine Bachstraße gibt, benannt nicht nach dem Komponisten, sondern der nahe gelegenen Osterbek. Aber warum in Pepermölenbek, also Pfeffermühlenbach? Von einer Pfeffermühle ist in Altona nichts bekannt.

Altonas alte Neue Mitte

Die Nähe zu Hamburg im Osten bedingte, dass Altona nur nach Westen in Richtung Ottensen wachsen konnte, und im 19. Jahrhundert tat es genau das. Während sich Hamburg hinter seinen mächtigen Wallanlagen verschanzt hatte, was militärisch klug erschien, die Stadtentwicklung aber lähmte, kannte Altona keine hinderliche Torsperre, die in Hamburg erst 1860 aufgehoben wurde. Man stand ja auch unter dem Schutz des dänischen Königreichs und musste keine Belagerung fürchten.

Westlich des alten Hafens, der auf der Höhe des sogenannten Holzhafens lag, entstand ein neuer, moderner Hafen, der seinem Hamburger Pendant ernsthaft Konkurrenz machte. Dieser Seeschiffhafen (heute Fischereihafen) brauchte eine Hinterlandanbindung, und so baute die 1840 gegründete Altona-Kieler Eisenbahn-Gesellschaft die allererste dänische Eisenbahnstrecke, die Altona mit Kiel verband – also einen Hafen, der über die Elbe Zugang zur Nordsee und zum Atlantik hatte, mit einem wichtigen Ostseehafen. 1844 wurde sie eröffnet. Der Altonaer Kopfbahnhof stand nahe dem Geesthang, hoch über den neuen Hafenanlagen; an dieser Stelle hatte es vorher nur Wiesen und Felder gegeben.

Die Entwicklung Ottensens im Bereich des Bahnhofs Altona auf drei verschiedenen Karten: 1802 (links) waren dort noch Wiesen und Felder, 1888 (Mitte) befindet sich ein Bahnhof nahe dem Geesthang und 1894 (rechts) ist er vergrößert und nach Norden versetzt.

Für den Warenumschlag blieben noch die 30 Meter eines steilen Hangs zu überwinden, und die dafür angelegte schiefe Ebene ist bis heute sichtbar. 1876 war dann der Schellfischtunnel fertiggestellt, durch den eine eingleisige, wenige hundert Meter lange Bahnlinie Hafen und Bahnhof verband und weit mehr als nur Fische transportierte.

Durch den heute scheinbar unmotiviert am Elbhang stehenden Torbogen führte einst ein Bahngleis vom Altonaer Bahnhof zum Hafen

1898 – Altona war inzwischen preußisch geworden – wurde der Bahnhof um 700 Meter nach Norden verlegt, wofür eine neue, deutlich größere Bahnhofshalle nach dem Vorbild des Frankfurter Hauptbahnhofs (und vom selben Architekten) gebaut wurde. Der Schellfischtunnel musste dementsprechend entlang der Max-Brauer-Allee verlängert werden und ist seitdem fast einen Kilometer lang; bei besonderen Gelegenheiten wie dem Tag des offenen Denkmals können Sie ihn im Rahmen einer Führung besichtigen.

Eine Führung durch den Schellfischtunnel – robustes Schuhwerk und eine Taschenlampe sind für Teilnehmer Pflicht.

Der Platz, den bis dahin die Gleise des alten Bahnhofs beansprucht hatten, wurde zur Anlage eines Parks genutzt, dem Kaiserplatz, der nach dem Ende des Kaiserreichs seinen heutigen Namen erhielt: Platz der Republik. 1901 fand das ursprünglich an der Palmaille gelegene Altonaer Museum am Rand des Kaiserplatzes eine neue Heimat; das Altonaer Theater, dessen Spielstätte an der Palmaille im Krieg zerstört worden war, folgte 1954.

Das Altonaer Rathaus

Das überflüssig gewordene alte Bahnhofsgebäude wurde teilweise zurückgebaut und durch weitere Gebäudeflügel zum neuen Altonaer Rathaus vervollständigt, das heute der Sitz des Bezirksamts ist und in dessen Innenhof es in jedem Sommer ein Freiluftkino gibt. Das alte Rathaus hatte auf dem Altonaer Rathausmarkt zwischen dem heutigen Verlauf der Straßen Königstraße und Hutmacherhof gestanden.

Platz der Republik: Wo heute Altonaer in ihrer Freizeit Pétanque spielen, verliefen im 19. Jahrhundert die Gleise des ersten Altonaer Bahnhofs.

Die Achse vom Bahnhof über den Platz der Republik und das Rathaus bis zum Altonaer Balkon markiert seitdem die neue Mitte Altonas, nicht zu verwechseln mit dem aktuellen Neubauviertel dieses Namens im Gleisdreieck zwischen den Haltestellen Altona, Diebsteich und Holstenstraße. Der ursprüngliche Kern Altonas am Fischmarkt rückte damit an den Rand. Die Rathäuser Altonas und Hamburgs sind heute mehr als dreieinhalb Kilometer und fünf Haltestellen der S-Bahn voneinander entfernt, so dass „all to na“ nicht mehr so ganz stimmt. Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz von 1937, durch das Altona zwangsweise in Hamburg eingemeindet wurde, dekretiert von der Nazi-Regierung, die den Hamburger Senat entmachtet und einen Reichsstatthalter eingesetzt hatte, hat sich die alte Rivalität ohnehin erledigt. Damals wurden auch einige Stadtteilgrenzen verschoben, und unter anderem die Straße Große Freiheit – so genannt, weil dort, im Königreich Dänemark, Gewerbe- und Religionsfreiheit bestand – wurde Altona weggenommen und St. Pauli zugeschlagen. Dabei ist es bis heute geblieben.

Im Stuhlmannbrunnen (eingeweiht 1900) auf dem Platz der Republik kämpfen zwei Zentauren, in dieser Allegorie Repräsentanten von Altona und Hamburg, um einen Fisch; Altona (hier rechts) scheint sich durchzusetzen.

24. März 2026, 17:00 Uhr